Basisvergütung im Gesundheitswesen

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28.5.2026. Bis zum Start der EKK wird noch einige Zeit vergehen. Aktuell belasten zahlreiche Leistungserbringer unsere Krankenkassen mit unglaublichen und teilweise menschenverachtenden Tarifpositionen.

Diese wurden im Laufe der Jahre vielfach „aufeinandergestapelt“ und führten zu kaum mehr nachvollziehbaren Wucherrechnungen – wie dieses Beispiel eindrücklich zeigt.

Diese furchtbare Zeit gehört mit Inkrafttreten der EKK endgültig der Vergangenheit an. Leistungen von patientennahem Personal werden künftig nach effektiv verbrachter Zeit vergütet – sekundengenau!

Interessant ist, dass es bereits heute Branchen gibt, welche ihre Leistungen praktisch ausschliesslich nach Zeitaufwand abrechnen. Dazu gehören Psychiater mit Fr. 197.40 pro Stunde (60 × Fr. 3.29 pro Minute) sowie Psychologen mit Fr. 154.80 pro Stunde (60 × Fr. 2.58 pro Minute). Dieses Modell erscheint vernünftig und nachvollziehbar.

Psychiater sind vollständig ausgebildete Ärzte mit zusätzlich sechsjähriger Weiterbildung.

Der Basis-Richtwert von 200 Franken pro Stunde scheint gerecht und dürfte von der Bevölkerung – sofern sie sich ernsthaft damit auseinandersetzt – akzeptiert werden.

Selbst einer der rund 4700 TARMED-Tarife – vermutlich einer der intelligentesten – zeigt die Richtung klar auf: Die ersten fünf Minuten eines Arztbesuches kosten Fr. 16.56. Umgerechnet ergibt dies Fr. 3.31 pro Minute beziehungsweise Fr. 198.72 pro Stunde. Damit liegt dieser Tarif praktisch exakt beim EKK-Basisrichtwert von 200 Franken pro Stunde.

Dennoch bestehen enorme Unterschiede zwischen einzelnen Tätigkeiten. Diese Unterschiede werden bei der Festlegung der endgültigen Vergütung durch MEDIFACT entscheidend berücksichtigt.

Nicht ohne Grund verlangt MEDIFACT bei der Anmeldung sämtlicher patientennaher Personen detaillierte Angaben zu Ausbildung, Erfahrung und Spezialisierung.

Es erscheint selbstverständlich, dass die Tätigkeit eines Hochschulabgängers am Beginn seines Praktikums tiefer vergütet wird als jene eines erfahrenen Neurologen, der beispielsweise von Lausanne aus mittels „Da-Vinci„-System eine hochkomplexe Hirnoperation an einem Patienten in Chur durchführt.

In die Höhe der Vergütung fliesst zudem die Erfolgsquote des jeweiligen Akteurs ein. MEDIFACT informiert sich dazu über das – ausschliesslich von ihm aufgefüllte – elektronische Patientendossier EPD beispielsweise über notwendige Revisionen, Komplikationen oder Folgeeingriffe.

So entsteht erstmals ein transparentes, leistungsorientiertes und für die Bevölkerung nachvollziehbares Vergütungssystem.

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